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Erstes bundesweites Zentrum am PZH der Leibniz Universität Hannover macht Mittelstand fit

Bremen, 24. Februar 2016. „Mit uns digital! Das Zentrum für Niedersachsen und Bremen“ hat als erstes Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Deutschlands seine Arbeit aufgenommen. Am 24. Februar fand das Kick-Off am Produktionstechnischen Zentrum der Leibniz Universität Hannover in Garbsen statt. Rund 160 Gäste waren gekommen, um einen ersten Eindruck von der Arbeit des Zentrums zu bekommen. Neben hochrangiger Prominenz aus Politik und Wissenschaft waren auch zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter kleiner und mittlerer Unternehmen vor Ort. Denn um diese Unternehmen geht es! Ziel des Kompetenzzentrums, das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie mit 5,4 Millionen Euro für drei Jahre gefördert wird, ist es, Industrie-4.0-Know-how in den Mittelstand zu bringen und  damit die Unternehmen für die Zukunft und in ihrer Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.

„Die Digitalisierung bietet enorme Chancen für Unternehmen. Wir wollen sie daher im und für den Mittelstand attraktiv machen und haben uns dafür zwei Ziele gesetzt. Erstens: Wir wollen mittelständische Unternehmen für die Digitalisierung gewinnen und das Vertrauen in die Digitalisierung stärken. Und zweitens: Wir wollen passgenaue Hilfen anbieten“, sagt Stefan Schnorr, Abteilungsleiter im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Schnorr weiter: „Im Rahmen des Förderschwerpunktes‚ ,Mittelstand-Digital – Strategien zur digitalen Transformation der Unternehmensprozesse‘ werden wir daher zunächst zehn Mittelstand 4.0-Kompetenzzentren, ein Kompetenzzentrum Digitales Handwerk und vier Mittelstand 4.0-Agenturen einrichten. Die Zentren und Agenturen werden mittelständische Unternehmer dort mitnehmen, wo sie stehen und gezielt zu neuen Digitalisierungs- und Industrie 4.0-Lösungen informieren, qualifizieren und sensibilisieren. Die Kompetenzzentren werden – wie hier in Hannover – zudem praxisnah konkrete Anschauungs- und Erprobungsmöglichkeiten bieten. Ich wünsche mir, dass bald viele kleine und mittlere Unternehmen und Handwerksbetriebe sich dem Leitslogan des Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrums Hannover anschließen und sagen können‚ ‚Mit uns digital‘.“

Der Erfolg der Antragsinitiative des Zentrums für Niedersachsen und Bremen hat viele Väter. „Industrie 4.0 ist ein Schwerpunktthema für Niedersachsen mit seiner stark aufgestellten Mittelständischen Industrie. Darum haben wir von Beginn an das Projekt eng begleitet“, sagt Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies. „Umso mehr freut es mich, dass wir bundesweit als erstes Zentrum an den Start gehen konnten.“ Lies: „Für die Unternehmen sind mit der Digitalisierung der Wirtschaft und dem Thema Industrie 4.0 erhebliche technologische und wirtschaftliche Potenziale und Herausforderungen verbunden. Insofern freue ich mich sehr darüber, dass wir mit dem bundesweit ersten Kompetenzzentrum Mittelstand 4.0 zukünftig noch bessere Voraussetzungen haben werden, insbesondere unsere kleinen und mittelständischen Unternehmen in diesem Prozess zu begleiten und zu unterstützen.“

Als nicht-niedersächsischer Partner ist die Freie Hansestadt Bremen mit an Bord. Andreas Heyer, Vorsitzender der Geschäftsführung der WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH, sieht der Zusammenarbeit mit Freude entgegen. „In Bremen gibt es viele leistungsfähige Unternehmen und exzellente wissenschaftliche Institute, die das ganze Spektrum der Digitalisierung abbilden“, sagt Heyer. Bisherige Initiativen der Stadt wie der gemeinsam mit Bremer Unternehmen gegründete „Kompetenzverbund Industrie 4.0“ ließen sich vortrefflich mit dem Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum verzahnen.

Die am Zentrum beteiligten Hochschulen in Niedersachsen und Bremen liefern mit ihren Forschungen zum Thema Industrie 4.0 ausgezeichnete Voraussetzungen, um das Thema in den Mittelstand zu bringen. Die Staatssekretärin im Niedersächsischen Wissenschaftsministerium, Andrea Hoops: „Das PZH ist national und international hoch anerkannt. Dies zeigt sich eindrucksvoll in den eingeworbenen Drittmitteln, den zahlreichen Forschungskooperationen und der Anzahl und dem Renommee der Kooperationspartner aus Wissenschaft und Industrie.“ Hoops weiter: „Wir möchten, dass Niedersachsens Wirtschaft innovativ und wettbewerbsfähig bleibt. Deshalb ist es wichtig, dass insbesondere die kleinen und mittelständischen Unternehmen von den neuesten Forschungsergebnissen unserer Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen profitieren.“

Die effektive Bündelung des Know-how der Hochschulen in Niedersachsen und Bremen zum Thema Industrie 4.0 ist wesentlich für das Zentrum. „Die Expertisen des Zentrums so zusammenzuführen, dass die kleinen und mittleren Unternehmen den optimalen Nutzen haben, ist eine der Herausforderungen der nächsten Wochen“, erklärt Prof. Berend Denkena, Vorstand des Zentrums und Leiter des Instituts für Fertigungstechnik der Leibniz Universität. Doch nicht nur die organisatorischen und die zu bewältigenden technischen Herausforderungen seien enorm. Denkena: „Die gesellschaftliche Akzeptanz der neuen Entwicklungen, die Auswirkungen auf die Arbeitswelt – auch von diesen Faktoren hängt wesentlich der Erfolg unserer Arbeit ab. Und ich bin froh, dass wir Partner für das Zentrum gewinnen konnten, die uns bei der Bewältigung dieser Aufgabe begleiten und unterstützen.“

Fast 500 Informationsgespräche bei Unternehmen, rund 250 Schulungen und etwa 70 Workshops in ganz Niedersachsen und Bremen will das Zentrum bis Ende 2018 realisieren. Neun Lernfabriken, eine davon auf dem Messegelände in Hannover, sind im Aufbau und sollen kleine und mittlere Unternehmen fit machen für die digitale Zukunft. Eine mobile Fabrik präsentiert ausgewählte Inhalte der General- und Expertenfabriken als Roadshow. Die Roadshows bringen Industrie 4.0 auch in ländliche Regionen direkt zur Zielgruppe.

KONTAKT

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Pressesprecherin, Leiterin Unternehmenskommunikation
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F 0421.9600-8128
juliane.scholz@wfb-bremen.de

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